Stammhaus Jülich – Wohngemeinschaft von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen

Das sagen unsere Bewohner:

Wir sind im Stammhaus,...

...weil wir die idealen Wohn(t)räume haben
...weil wir es wollten
...weil wir erwachsen sind
...weil die Zeit auszuziehen gekommen war
...wegen der Selbständigkeit
...weil wir eigene Entscheidungen treffen
...wegen der Leute, die wir kennen lernen
...wegen neue Kontakte
...weil ich ein eigenes Leben habe 
...wegen den vielen Aktionen und Aktivitäten
...wegen der anderen Freiheit
...weil irgendwann unsere Eltern nicht mehr da sind
...weil ich mit dabei bin

"Ich wohne hier - Wo wohnst du?

"Zuhause sein"

Das Stammhaus ist das Zuhause von 18 erwachsenen Frauen und Männern mit Behinderungen, die im Stammhaus leben und war das Zuhause von 4 Bewohnern, die 2012 in die BeWo-App´s in eigene Appartements gezogen sind. Das Stammhaus versteht sich als "Haus der offenen Türen", in dem täglich Freunde, Bekannte, Eltern und Verwandte ein- und ausgehen.

„Unser Zuhause ist…“

Das Stammhaus befindet sich in Jülich. Jülich ist ein attraktiver Ort und die Stammhaus- Wohngemeinschaft liegt nah der Stadtmitte. Direkt vor Ort können die Bewohner nächstgelegene Geschäfte sicher und unabhängig erreichen. Im weiteren Umkreis gibt es Cafés, Kneipen und Restaurants, die gemütliche Stunden mit Freunden ermöglichen. Die Bewohner können zu Fuß in kurzer Entfernung kulturelle Institutionen wie die Stadtbücherei, den Kulturbahnhof oder das Hallenbad besuchen.

„Wohnluxus und Lebensreiche“

Das Stammhaus ist ein gemütliches Wohnhaus mit drei Wohngruppen, in denen jeweils 6 Menschen mit Behinderungen eigene Zimmer haben und sich mit ihrem Zimmernachbarn ein barrierefreies und großzügig angelegtes Badezimmer teilen. 2 Wohngruppen befinden sich im Erdgeschoss und die dritte Gruppe ist im ersten Stock untergebracht.

Das Foyer ist ein großer, heller Raum, in dem sich viele Aktivitäten abspielen und gerne Besucher begrüßt werden. Fernsehen und interaktives Spielen, Kaffee trinken, Brettspiele und gemütliches Zusammensein zeichnen diesen Aufenthaltsraum aus, der auch mal gerne zum Tanz-, Musik-, und Gesangsaal umgewandelt wird.

Das Stammhaus ist barrierefrei. Die Eingangstür lässt sich automatisch (Türassistent)  öffnen. Es gibt keine Stolperschwellen im gesamten Haus. Der Aufzug ist direkt am Eingang benutzbar. Die Aufzugsbedienung ist mit großen Tasten, Braille- Schrift und Notruf ausgestattet. Die Treppe, die nach oben führt, hat einen durchgehenden Haltelauf. Oben angekommen verhindert ein Klappgitter hinunter zu stürzen. Türassistenten gibt es für alle Türe der Gemeinschaftsräume und individuell für die Bewohner.

Die Wohngruppen sind alle nach dem gleichen Prinzip konzipiert. Der Wohn- und Küchenbereich ist zusammengelegt und ist mit erstklassigen gebräuchlichen Gegenständen barrierefrei eingerichtet. Es ist eine große Freude, in der Küche gemeinsam tätig zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen. Das Hand in Hand- Arbeiten steckt an und begeistert.
Jedes Zimmer hat ein gemütliches (Pflege-) Bett und einen Schrank. Alle weiteren Möbel, persönliche Gegenstände und die individuelle Gestaltung entscheidet der Bewohner selber. Telefon- und Internetanschluss gehören selbstverständlich zum Inventar.
Weitere Geräte wie Fernsehen, Computer und Telefon werden eigenständig und selbstbestimmt angeschafft.

Beschaulich halten die Bewohner sich in ihrem kleinen Innenhof auf. Dort können sie entspannt sitzen, sich treffen und austauschen. Zu besonderen Anlässen oder guter Stimmung kann dort gegrillt oder eine spontane Gartenparty organisiert werden. Eine originelle Feuerstelle begeistert zu allen Gelegenheiten und belebt das Gemeinschaftsleben.

„Begleitet, gefördert und gefordert werden“

Was wäre das Stammhaus ohne ihr Betreuungspersonal! Die vielen engagierten Männer und Frauen, die den Bewohnern mit Rat und Tat zur Seite stehen und mit viel Herzlichkeit und Begeisterung, begleiten, unterstützen, fördern und fordern rund um die Uhr die Bewohner. Ihr Ziel ist, dass die Bewohner durch Mitbestimmung, Mitgestaltung und Mitsprache an allen wesentlichen Lebensbereichen beteiligt sind und sich aktiv für ihre Wünsche und Bedürfnisse für ein zufriedenes und ausgefülltes Leben einsetzen. Die Betreuer/ -innen stehen den Bewohnern/ -innen bei medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und allen alltäglichen Fragen bei und entwickeln gemeinsam mit ihnen Strategien und Lösungen, um Barrieren und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Sie ermuntern und ermutigen sich gegenseitig, sich neuen Herausforderungen zustellen. Die Beziehung zwischen Betreuern und Bewohnern ist wertschätzend, offen und einander zugewandt.

Für die unumgänglichen Alltagsarbeiten steht ein tatkräftiges Hauswirtschaftsteam, den Bewohnern und Betreuern bei. Lebensmittel einkaufen, Wäsche waschen, Kleidung bügeln, die Räume säubern und ordentlich halten sind einige Aufgaben des vertrauenswürdigen und gewissenhaften Teams. So schafft es Freiräume für die individuelle Entwicklung der Bewohner und steht den Menschen des Stammhauses beratend und lehrend bei den unerlässlichen Pflichten zur Seite.

Der Bewohnerbeirat des Stammhauses

Bewohnerbeirat
Ina, Christian, Alexandra

Die letzte Beiratswahl hat am 10.03.2010 stattgefunden. Durch den Wechsel ins Betreute Wohnen leben zwei der drei Beiräte nicht mehr im Stammhaus. Es muß also ein neuer Bewohner/innen-Beirat gewählt werden.

In der Hausversammlung am 13.03.13 wurde über den Beirat gesprochen und die neuen Bewohner darüber informiert, warum es einen Beirat in einem Wohnhaus geben muß und was die Aufgaben sind.

Es gibt ein Gesetz; das Wohn-und Teilhabegesetz, das schreibt vor, dass es einen Bewohnerbeirat geben muß. Wie bei jedem Gesetz gibt es Durchführungsverordnungen, die genau festlegen, wie das Gesetz umgesetzt werden muß.

Dann haben wir im Stammhaus einen neuen Beirat gewählt und nach Auszählung der Stimmen sind die Bewohner unsere Interessensvertreter:

Ina van Sanden        Alexandra Kittel        Christian Glasmacher